Plaster Tag verbindet einfache Nutzerlogik mit echter Forschung: ein klebbares Tag-System, das vom „schnell markieren“ bis zur additiv gefertigten RFID-Funktion skaliert – für Keller, Werkstatt, Lager und Archiv.
Illustration: Plaster Tags im Lager-Einsatz für schnelle Auffindbarkeit und revisionssichere Lagerung
Gegenstände gehen selten „verloren“. Sie verlieren ihren Ort. Und sobald der Ort nicht systematisch erfasst ist, wird Suche zur Gewohnheit – mit Zeitverlust, Fehlkäufen und Inventur-Frust.
Sondern eine pragmatische Brücke zwischen physischer Realität und digitaler Struktur: eindeutige ID + Standortmodell + schnelle Interaktion.
Vorn ist es banal – und genau das ist der Punkt: niemand pflegt ein System, das sich wie ein Projekt anfühlt.
Einstieg: sichtbarer Code. Ausbau: NFC/RFID-ID je Tag. Ziel: robuste Lesbarkeit im Alltag.
Nicht „GPS überall“, sondern Struktur: Regal → Fach → Box → Objekt. Schnell, nachvollziehbar, skalierbar.
Keine flächendeckende UWB-Welt – sondern gezielte Detektion im Nahbereich bzw. an definierten Punkten.
Passive Tags ohne eigene Energiequelle sind nahezu wartungsfrei – entscheidend für Massenfähigkeit.
Illustration: Explosionsdarstellung: Substrat, kupferbasierte leitfähige Tinte, dielektrische Schicht, Kontaktpads/IC – schematisch, ohne prozesskritische Detailparameter.
Das Innovationsziel ist nicht „RFID neu erfinden“, sondern die Herstellbarkeit, Robustheit und Skalierbarkeit eines klebbaren Tag-Systems über einen additiven Druckprozess (Inkjet, 2,5D-Schichtaufbau) inklusive elektrischer IC-Integration.
Der harte Teil ist nicht der Gedanke „RFID-Sticker“ – sondern die beherrschte Grenzfläche aus leitfähiger kupferbasierter Tinte und polymerbasierten (isolierenden) Schichten bei feinen Strukturen, unter Biege-/Umweltbelastung und mit kontrollierter Oxidations-/Drift-Neigung.
| Entwicklungsdomäne | FuE-Kernfrage | Warum schwierig? |
|---|---|---|
| Material/Tinten | Kompatibilität, Adhäsion, Sinter-/Härtungsfenster | Schrumpfspannungen, Delamination, Drift, Kurzschlussrisiko |
| Layout | Leiterbahnbreite, Abstände, Guarding, Kontaktpads | Feine Strukturen + Drucktoleranzen = Ausfallmodi |
| Prozess | Auflösung, Bleeding, Layer-Order, Nachbehandlung | Reproduzierbarkeit & Yield entscheiden über Massenfähigkeit |
| RF/Mehrtag | Kopplung, Detuning, Reichweiten-/Feldänderung | Tag-an-Tag verändert Impedanz & Signalinterpretation |
| Datenanalyse | Confidence-Modelle, Plausibilisierung | Fehlreads dürfen nicht zu falscher Ortung werden |
Funktionale Layer mit definierter Höhe/Überdeckung: leitfähig (Antenne/Leiter), dielektrisch (Isolation), Schutz (Abrieb/Umwelt), plus Kontaktierung zum IC.
Basistag (passiv) als Standard. Erweiterungen (z. B. zweite Antenne / Switch-Konzept) nur dort, wo Messdaten einen Nutzen belegen.
„Null-Montage“ ist kein Marketing-Spruch, sondern Kostenlogik: Der Prozess muss Yield-stabil, reproduzierbar und prüfbar sein.
Zwei Risiken dominieren den aktuellen Stand – und sie sind genau die Sorte Risiko, die man nicht weg-pitcht, sondern weg-testet.
Anbindungsqualität der elektrischen Leitsysteme: kupferbasierte leitfähige Tinten (oxidationssensitiv) müssen zuverlässig mit polymerbasierten (isolierenden/strukturellen) Schichten zusammenarbeiten. Bei feinen Strukturen führen ungewollte elektrische Verbindungen (Bridging) oder Bruch von Verbindungen (Cracking/Delamination) unmittelbar zum Ausfall.
Bei der Zusammenführung einzelner Tags entstehen undefinierte Störeinflüsse. Kopplung kann Reichweite und Funkfeldausprägung verändern (Detuning), was zu fehlerhaften/fehlenden Rücksignalen führt – und damit zu falscher Ortung.
FuE heißt hier: Hypothese → Coupon → Messung → Entscheidung. Nicht „wir drucken mal was und hoffen“.
| Stufe | Artefakt | Ziel | Typische Tests |
|---|---|---|---|
| A | Material-/Schicht-Coupons | Grenzflächen beherrschen | Bleeding, Shorts, Adhäsion, R |
| B | Funktions-Coupons | Teilfunktion verifizieren | Biegen, Klima, ΔR/R, optisch |
| C | Tag-Prototypen | Lesbarkeit / Stabilität | Read-Rate, Drift, Ausfälle |
| D | Mehrtag-Setups | Kopplung modellieren | Abstand/Winkel/Untergrund |
| E | Systemdemo | End-to-End-Beweis | Scan → Tagging → Wiederfinden |
Von „funktioniert prinzipiell“ zu „funktioniert im echten Leben“.
Materialscreening + DoE, Coupons, erste Biegetests, erste RF-Checks.
Tag-Prototypen, IC-Kontaktierung, Robustheit, Mehrtag-Messkurven.
Systemdemo + Pilot, KPI-Messung, Serien-Prüfkonzept & Stabilität.
Wir bekommen regelmäßig Fragen gestellt, die sich wiederholen. Daher hier Allgemeine und Experten Fragen.
Für Pilotprojekte, Material-/Prozesspartnerschaften oder Forschungskooperationen: bitte kurz Use Case, erwartete Stückzahlen, Umgebung (Metallnähe/Feuchte), und Ziel (Finden/Inventur/Gateway) nennen.
service@plastertag.com
Im Bild: Eric Steiner-Mantei, Gründer und Inhaber von Plaster Tag